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Naturbeobachtungen

Mo, 15.02.2021 : Schneegriesel ∿ -2 °C

Rehe im Schnee

Im Hasselbusch streifen 3 Rehe durch den verschneiten Nadelwald. Nach heftigen und langandauernden Schneefällen und starken Winden in den letzen Tagen bedeckt eine knapp 20 cm dicke Schneedecke die Landschaft. Am Nachmittag geht der Schneefall in Regen über.

Hermannsburg

Jürgen Eggers

Sa, 30.01.2021 – 14:15 Uhr : wolkenlos ∿ 1 °C

Dompfaff

Einige Dompfaffe in einem Holunderbusch einer eingezäunten Aufforstung mit Mischwald. Seit gestern fielen 16 cm Neuschnee, soviel wie seit 10 Jahren nicht mehr.

Sonnenberg bei Müden (Örtze)

Jürgen Eggers

So, 17.01.2021 : bedeckt ∿ -1 °C

Silberreiher

Zwei Silberreiher an der Örtze. Winterliches Wetter mit leichtem Frost.

Bei Hassel

Jürgen Eggers

Mo, 11.01.2021 : bedeckt ∿ -2 °C

Silberreiher

Bei winterlich feuchter Witterung jagd ein Silberreiher an einem Wiesengraben.

Küchenmoor östlich Hermannsburg

Jürgen Eggers

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Tipp des Monats Oktober 2019

Im Schwirrflug von Blüte zu Blüte

Die Gamma-Eule ist einer unserer häufigsten Nachtfalter

Bei flüchtiger Betrachtung könnte man die Gamma-Eule mit dem Taubenschwänzchen verwechseln, da auch dieses im kolibri-ähnlichen Schwirrflug Blüten besucht. Das Taubenschwänzchen ist jedoch deutlich größer und der Körper massiger.

Gamma-Eule
Gamma-Eule
Foto:

Im Hochsommer mischt sich oft ein recht unscheinbarer bräunlicher Falter unter die Schmetterlinge, die unsere Gartenblumen besuchen. Mit blitzschnell flatterndem Flügelschlag fliegt er von Blüte zu Blüte. Wenn er sich ab und zu doch einmal niederlässt, erkennt man auf den Flügeln eine kleine silbrig-weiße Zeichnung, die wie ein Y oder ein griechisches Gamma aussieht. Dieses eindeutige Erkennungsmerkmal hat ihm den Namen Gamma-Eule eingetragen.

Die Gamma-Eule ist einer unserer häufigsten Nachtfalter, wobei ihre Zahl allerdings stark schwankt. Unterstützt durch Einwanderungswellen aus dem Süden kommt es immer wieder zu regelrechten Gammaeulen-Jahren. Mit ausgebreiteten Flügeln misst die Gamma-Eule knapp vier Zentimeter - wobei sie im Sitzen die Flügel normalerweise geschlossen hält.

Die Gamma-Eule ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Anders als die meisten Nachtfalter trifft man sie mit Ausnahme der größten Mittagshitze aber auch tagsüber an, besonders an schwülen Sommertagen und im Frühherbst. Gamma-Eulen findet man in unseren Breiten von Ende Februar bis Anfang Dezember, überwiegend jedoch ab Mitte Mai und bis in den Oktober hinein.

Den Winter überdauert die Art als Raupe. Je nach Witterung und Nahrungssituation dauert es von der Eiablage über die Raupenzeit bis zum Schlüpfen des Falters vier bis acht Wochen, so dass im Sommerhalbjahr vier bis fünf Generationen entstehen. In punkto Ernährung sind Falter und Raupe wenig wählerisch. Der Falter besucht Blüten aller Art, wobei er bei langkelchigen Blüten dank seines langen Saugrüssels Konkurrenz-Vorteile hat.

Bei Massenvermehrung kann es zu ernsthaften Fraßschäden durch die etwa vier Zentimeter langen grünen Raupen kommen. Was Landwirte ärgert, freut unsere Fledermäuse: Bei ihnen stehen die Nachtfalter auf dem Speisezettel ganz oben. Je mehr Gamma-Eulen es gibt, desto mehr Nachwuchs können die Fledermäuse großziehen. Gamma-Eulen sind ausgesprochene Wanderfalter, die selbst Hochgebirge wie die Alpen überqueren.

Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein kann es deshalb zu Einwanderungswellen aus dem Mittelmeerraum kommen. Noch nicht erforscht ist, welchen Anteil am Gesamtvorkommen in Deutschland diese Zuwanderer haben. Auch über Art und Umfang der Rückwanderung nach Süden weiß man wenig. Die Gamma-Eule besiedelt Nordafrika, weite Teile Asiens und Europa bis zum Polarkreis. Überwinternde Populationen sollen selbst noch in küstennahen Regionen Finnlands vorkommen.


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