Header NABU Celle

Naturbeobachtungen

Mo, 07.09.2020

Kolkrabe

Die markanten Rufe zweier Kolkraben sind bei spätsommerlichem Wetter in einem Nadelforst zu hören.

Allerberg bei Müden (Örtze)

Jürgen Eggers

So, 13.09.2020 – 16:50 Uhr

Rote Röhrenspinne

Bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein läuft eine Rote Röhrenspinne am Rande einer Heidefläche. Belegfotos vorhanden.
Sehr viele Touristen sind im diesem Jahr in der Heide unterwegs. Die Parkplätze sind überfüllt. So was habe ich hier noch nie erlebt! Das Corona-Virus treibt die Menschen in die Natur .

Bei Hermannsburg

Jürgen Eggers

Di, 18.08.2020 – 19:30 Uhr

Kolkraben

Auf dem Gipfel des Wietzer Berges rufen zwei Kolkraben. Die Heideblüte ist im Jahr 2020 wunderschön.

Wietzer Berg bei Müden

Jürgen Eggers

Fr, 17.07.2020 – 18:00 Uhr

kleine Fledermaus auf der Terrasse

Wir haben heute eine kleine Fledermaus (kleiner als mein Daumen) auf unserer Terrasse gefunden. Erst lief sie auf dem Boden, dann ist sie die Insektenschutztür hoch geklettert, jetzt hängt sie da.

Lachendorf, Eichhörnchweg

M. Mende

So, 05.07.2020

Holzbiene

Nachdem am 10. April und einige Zeit später jeweils eine Holzbiene so schnell durch den Garten flog, dass mir nicht einmal ein Belegfoto gelang, konnte ich sie jetzt sogar bei der Nahrungsaufnahme fotografieren.

Wathlingen im heimischen Garten.

Werner Könecke

Alle Beobachtungen anzeigen …

Beobachtung eintragen …

Tipp des Monats Mai 2018

Lebensraum Hecke

Unsere heutige Kulturlandschaft ist das Ergebnis einer jahrtausendelangen Tätigkeit des Menschen in seiner Umwelt.

Die gemeinschaftlich bewirtschafteten Äcker wurden seit dem Mittelalter gegen das frei weidende Vieh geschützt. Hier dienten die ersten Hecken dem Aussperren des Viehs.

Hecke
Hecke
Foto:

In weiten Teilen Niedersachsen waren Hecken auch wichtig, um die Bodenerosion durch Sandstürme zu vermeiden. Hecken entstanden damit als Begleit-, Hilfs- oder Folgestrukturen der Landbewirtschaftung.

In Norddeutschland gibt es mit Wallhecken und Knicks zwei besondere Heckenformen. Wallhecken werden auf vom Menschen errichteten Wällen angelegt. Knicks entstehen im Laufe der Jahrzehnte dadurch, dass die Äste der Sträucher immer wieder umgeknickt und in die Hecke eingeflochten werden.

In Hecken verstecken sich viele kleine Lebensräume. Die von den Bauern alljährlich aus dem Acker gesammelten Steine bilden sogenannten Lesesteinhaufen, in denen Eidechsen und Kröten leben und in kleinen Senken sammelt sich Wasser, das als Tränke für viele Tiere dient.

Hecken lassen sich in die drei Teilbereiche Heckenkern, Heckenmantel und Heckensaum gliedern. Während im Kern der Hecke größere Sträucher und einzelne Bäume überwiegen, schließt der Heckenmantel mit kleineren Sträuchern die Hecke nach außen ab. Im Heckensaum finden sich schließlich eine Vielzahl von Blütenstauden und Gräsern. Alle drei Bestandteile sollten zusammen eine Breite von mindestens fünf Metern aufweisen. Nur wenn alle drei Heckenteile vorhanden sind, können Hecken ihre vielen positiven Wirkungen voll entfalten.

Sicherlich hat jeder schon einmal die Kühle an einer Hecke an heißen Sommertagen oder ihren Windschutz genossen. Wasserverdunstung und Windgeschwindigkeit werden im Einflussbereich von Hecken abgesenkt, Taubildung, Niederschlag und Bodenfeuchte steigen demgegenüber an. Für die Landwirtschaft sind dies günstige Faktoren, die von Hecken kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Bei trockenem Boden hat der Wind leichtes Spiel. Er trägt die fruchtbare Ackerkrume ab und bläst sie fort. Hecken bremsen den Wind ab und filtern den kostbaren Boden wieder aus. Dadurch sorgen sie dafür, dass der wertvolle Oberboden nicht verloren geht und auch nachfolgenden Generationen noch fruchtbarer Boden zur Verfügung steht.

In unserer ausgeräumten und intensiv genutzten Landschaft bilden Hecken wichtige Refugien, in denen viele Tiere und Pflanzen überleben können. Von den Hecken aus beginnen sie ihre - unterschiedlich weiten - Streifzüge in die angrenzenden Äcker und Wiesen. Sie finden dort besonders gute Lebensbedingungen, wo auf Spritzmittel und intensive Bewirtschaftung verzichtet wird, wie dies beim ökologischen Landbau der Fall ist. Im Schutz der Hecken können sie auch weite Wanderungen unternehmen und so für den nötigen Austausch zwischen einzelnen Lebensräumen sorgen.


NABU Kreisverband Celle • Schuhstraße 40 • Telefon 0 51 41 / 66 68 NABU | NABU Niedersachsen | Naturbeobachtungen | Datenschutz | Impressum