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Naturbeobachtungen

Sa, 30.05.2020

Kuckuck

Erfreut uns seit dem 1. Mai täglich rund um Lutterloh

Lutterloh

Ralf Struwe

Do, 28.05.2020

Kleines Wiesenvögelchen

Kleines Wiesenvögelchen und Blutbär am Sonnenberg i Müden gesichtet.

Müden/ Örtze

K.B.

Do, 28.05.2020 – 16:30 Uhr

Wachtelschlag

Aus einem Kornfeld bei Neu-Lutterloh haben wir mehrmals den Wachtelschlag gehört.

Neu-Lutterloh (Zwischen Hermannsburg und Unterlüß)

Karin und Gerhard Seider

Di, 26.05.2020 – 20:45 Uhr

Heckenbraunelle

In einem alten Kirschbaum singt eine Heckenbraunelle.

Hermannsburg, Garten im östlichen Siedlungsbereich

Jürgen Eggers

Di, 26.05.2020

Erstsichtung Wacholderdrossel

Bei einem schönen Vormittag im Französischen Garten haben wir eine Wacholderdrossel beobachten können.

Celle, Französischer Garten

André Behrens

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Tipp des Monats Mai 2015

Frühlingsbote Kuckuck

Seinen Ruf kennt jeder, sein Aussehen nur wenige. In volkstümlichen Kinderliedern ist es stets der Kuckuck, der mit seinem Ruf aus dem Wald den Frühling ankündigt. Die Namens gebende Lautäußerung „gu-ko“ wird vom männlichen Kuckuck vorgetragen. Die weiblichen Kontaktrufe ähneln einem Kichern oder Trillern.

Der Kuckuck
Der Kuckuck
Foto:

(Hörbeispiele: www.xeno-canto.org) (Suchname lat.: Cuculus canorus)

Jetzt im Mai sind die ungewöhnlichen Sänger aus ihrem 5000 Kilometer entfernten Winterquartier in Afrika zurückgekehrt und es lohnt sich, bei Frühlingsspaziergängen auf deren Rufe zu achten und nach ihnen Ausschau zu halten. Beide Geschlechter sind taubengroß und blaugrau, gelegentlich auch braun mit weißer Querbänderung an der Bauchseite. Charakteristisch ist die Haltung beim Sitzen. Die spitzen Flügel hängen nach unten. Im Flug ist der Kuckuck wegen seiner Gefiedermusterung und der spitzen Flügel leicht mit dem Falken oder Sperber zu verwechseln.

Der typische Ruf des Kuckucks ist der Balzlaut des Männchens, mit dem es im Frühling Weibchen anlockt. War sein Werben erfolgreich, legt das Weibchen später 15 bis 20 Eier, und zwar jedes einzeln in verschiedene Nester. Als „Gasteltern“ dient immer die Singvogelart, von der das Weibchen selber großgezogen worden ist.

Häufig sind dies Bachstelzen, Teichrohrsänger, Rotkehlchen oder Hausrotschwanz, die den Schwindel seltener bemerken als andere Arten. Farbe und Zeichnung der verhältnismäßig kleinen Eier sind denen der Wirtsvögel angepasst, ein Phänomen, das auch „Ei-Mimikry“ genannt wird. Da die Eier im Legekanal des Weibchens vorgebrütet werden, schlüpft das Kuckuck-Küken meist als erstes und beginnt sofort, die Eier der „Eltern“ aus dem Nest zu werfen. Der Pflegetrieb der Alttiere ist so stark, dass sie ihr „Stiefkind“ trotzdem weiterfüttern.

Die Fortpflanzungsstrategie des Kuckucks ist ungewöhnlich und erfolgreich. Dennoch wird er auf der Vorwarnstufe zur Roten Liste geführt. Sein Lebensraum, deckungsreiche Kulturlandschaften mit Hecken und Waldrändern, wird zunehmend leergeräumt. Damit verschwindet nicht nur seine Nahrungsgrundlage, etwa Schmetterlingsraupen, die auf Brennnesselwucherungen angewiesen sind.

Auch die Gastvogelarten gehen in ihren Beständen zurück. Noch ist der Kuckuck zahlreich und pünktlich im Frühjahr bei uns anzutreffen. Damit das in Zukunft so bleibt, muss der zunehmenden Landschaftsverarmung, wie sie etwa durch intensiv bewirtschaftete Monokulturen entsteht, Einhalt geboten werden.


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