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Naturbeobachtungen

Sa, 30.05.2020

Kuckuck

Erfreut uns seit dem 1. Mai täglich rund um Lutterloh

Lutterloh

Ralf Struwe

Do, 28.05.2020

Kleines Wiesenvögelchen

Kleines Wiesenvögelchen und Blutbär am Sonnenberg i Müden gesichtet.

Müden/ Örtze

K.B.

Do, 28.05.2020 – 16:30 Uhr

Wachtelschlag

Aus einem Kornfeld bei Neu-Lutterloh haben wir mehrmals den Wachtelschlag gehört.

Neu-Lutterloh (Zwischen Hermannsburg und Unterlüß)

Karin und Gerhard Seider

Di, 26.05.2020 – 20:45 Uhr

Heckenbraunelle

In einem alten Kirschbaum singt eine Heckenbraunelle.

Hermannsburg, Garten im östlichen Siedlungsbereich

Jürgen Eggers

Di, 26.05.2020

Erstsichtung Wacholderdrossel

Bei einem schönen Vormittag im Französischen Garten haben wir eine Wacholderdrossel beobachten können.

Celle, Französischer Garten

André Behrens

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Tipp des Monats Oktober 2019

Im Schwirrflug von Blüte zu Blüte

Die Gamma-Eule ist einer unserer häufigsten Nachtfalter

Bei flüchtiger Betrachtung könnte man die Gamma-Eule mit dem Taubenschwänzchen verwechseln, da auch dieses im kolibri-ähnlichen Schwirrflug Blüten besucht. Das Taubenschwänzchen ist jedoch deutlich größer und der Körper massiger.

Gamma-Eule
Gamma-Eule
Foto:

Im Hochsommer mischt sich oft ein recht unscheinbarer bräunlicher Falter unter die Schmetterlinge, die unsere Gartenblumen besuchen. Mit blitzschnell flatterndem Flügelschlag fliegt er von Blüte zu Blüte. Wenn er sich ab und zu doch einmal niederlässt, erkennt man auf den Flügeln eine kleine silbrig-weiße Zeichnung, die wie ein Y oder ein griechisches Gamma aussieht. Dieses eindeutige Erkennungsmerkmal hat ihm den Namen Gamma-Eule eingetragen.

Die Gamma-Eule ist einer unserer häufigsten Nachtfalter, wobei ihre Zahl allerdings stark schwankt. Unterstützt durch Einwanderungswellen aus dem Süden kommt es immer wieder zu regelrechten Gammaeulen-Jahren. Mit ausgebreiteten Flügeln misst die Gamma-Eule knapp vier Zentimeter - wobei sie im Sitzen die Flügel normalerweise geschlossen hält.

Die Gamma-Eule ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Anders als die meisten Nachtfalter trifft man sie mit Ausnahme der größten Mittagshitze aber auch tagsüber an, besonders an schwülen Sommertagen und im Frühherbst. Gamma-Eulen findet man in unseren Breiten von Ende Februar bis Anfang Dezember, überwiegend jedoch ab Mitte Mai und bis in den Oktober hinein.

Den Winter überdauert die Art als Raupe. Je nach Witterung und Nahrungssituation dauert es von der Eiablage über die Raupenzeit bis zum Schlüpfen des Falters vier bis acht Wochen, so dass im Sommerhalbjahr vier bis fünf Generationen entstehen. In punkto Ernährung sind Falter und Raupe wenig wählerisch. Der Falter besucht Blüten aller Art, wobei er bei langkelchigen Blüten dank seines langen Saugrüssels Konkurrenz-Vorteile hat.

Bei Massenvermehrung kann es zu ernsthaften Fraßschäden durch die etwa vier Zentimeter langen grünen Raupen kommen. Was Landwirte ärgert, freut unsere Fledermäuse: Bei ihnen stehen die Nachtfalter auf dem Speisezettel ganz oben. Je mehr Gamma-Eulen es gibt, desto mehr Nachwuchs können die Fledermäuse großziehen. Gamma-Eulen sind ausgesprochene Wanderfalter, die selbst Hochgebirge wie die Alpen überqueren.

Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein kann es deshalb zu Einwanderungswellen aus dem Mittelmeerraum kommen. Noch nicht erforscht ist, welchen Anteil am Gesamtvorkommen in Deutschland diese Zuwanderer haben. Auch über Art und Umfang der Rückwanderung nach Süden weiß man wenig. Die Gamma-Eule besiedelt Nordafrika, weite Teile Asiens und Europa bis zum Polarkreis. Überwinternde Populationen sollen selbst noch in küstennahen Regionen Finnlands vorkommen.


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