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Naturbeobachtungen

Sa, 30.05.2020

Kuckuck

Erfreut uns seit dem 1. Mai täglich rund um Lutterloh

Lutterloh

Ralf Struwe

Do, 28.05.2020

Kleines Wiesenvögelchen

Kleines Wiesenvögelchen und Blutbär am Sonnenberg i Müden gesichtet.

Müden/ Örtze

K.B.

Do, 28.05.2020 – 16:30 Uhr

Wachtelschlag

Aus einem Kornfeld bei Neu-Lutterloh haben wir mehrmals den Wachtelschlag gehört.

Neu-Lutterloh (Zwischen Hermannsburg und Unterlüß)

Karin und Gerhard Seider

Di, 26.05.2020 – 20:45 Uhr

Heckenbraunelle

In einem alten Kirschbaum singt eine Heckenbraunelle.

Hermannsburg, Garten im östlichen Siedlungsbereich

Jürgen Eggers

Di, 26.05.2020

Erstsichtung Wacholderdrossel

Bei einem schönen Vormittag im Französischen Garten haben wir eine Wacholderdrossel beobachten können.

Celle, Französischer Garten

André Behrens

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Tipp des Monats Januar 2014

Der Grünspecht „Vogel des Jahres 2014“

Ein echter Europäer, der gut lachen hat. Der NABU hat den farbenprächtigen Grünspecht zum Vogel des Jahres 2014 gekürt, einen Erdspecht mit dem wissenschaftlichen Namen "Picus viridis". Im Gegensatz zur vom Aussterben bedrohten Bekassine, dem Vogel des Jahres 2013, ist der Grünspecht nicht akut bedroht. Er steht für den Lebensraumtyp halboffener Waldlandschaften. Konkret sind dies Streuobstwiesen, Waldränder und Auwälder, aber auch Gärten und Parks oder städtische Brachflächen. Gemeinsam ist diesen Biotopen das Vorkommen von dicken alten Bäumen, in denen der Grünspecht seine Höhlen anlegen kann, in Verbindung mit extensiv bewirtschafteten Grünlandflächen, auf denen er seine Lieblingsnahrung findet, nämlich Ameisen.

Der Grünspecht
Der Grünspecht
Foto:

Mit seinem Schnabel und der bis zu zehn Zentimeter langen klebrigen Zunge kann er seine Leibspeise aus dem Boden oder aus den Bäumen herausholen. Zentrale Merkmale des Grünspechts sind sein freudiger Gesang und sein dynamischer, meist mehrsilbiger Ruf, der einem gellenden Lachen gleicht: „kjückkjückkjück“. Dieser ist zu jeder Jahreszeit zu hören. Trotz seines auffälligen Lachens und farbenfrohen Gefieders ist der Grünspecht nicht leicht zu entdecken. Die rote Kappe und die schwarze Augenmaske bescherten ihm den liebevollen Spitznamen "Zorro".

Doch seine Lebensräume sind gefährdet. In der freien Landschaft verschwindet immer mehr Grünland unter dem Pflug, um Platz zu schaffen für vermehrten Ackerbau, insbesondere für Maisfelder. Hier gibt es keine Ameisen mehr. Alte Höhlenbäume werden in Wäldern meist vorzeitig geerntet, in städtischen Parks fallen sie oft übertriebenen Vorsichtsmaßnahmen gegen Astbruch zum Opfer.
Kurz- und mittelfristig sind die Grünspechtbestände stark von der Härte der Winter abhängig. Bei viel Schnee und langen Frostperioden sterben viele Grünspechte, weil sie nicht mehr an die Ameisen herankommen. Jahre mit milderen Wintern kann der Grünspecht nutzen, um seine Populationen wieder aufzubauen. In den letzten 20 Jahren hatten wir sehr viele milde Winter, weshalb der Grünspechtbestand zunehmen konnte. Dass sich dieser Trend auch schnell wieder umkehren kann, zeigen die neuerlichen Bestandsabnahmen nach den vergangenen drei Wintern, die wieder härter waren.

Für den langfristigen Bestandstrend ist jedoch entscheidend, ob Grünspechte, die den Winter überstehen, ausreichend geeignete Lebensräume vorfinden. Leider beobachten wir derzeit das zunehmende Verschwinden von Streuobstwiesen und einen starken Rückgang von extensiv genutztem Grünland durch Düngung oder Umbruch in Ackerflächen. Wir müssen also dafür sorgen, dass der Grünspecht weiterhin ausreichend Lebensraum hat, um in Phasen mit wärmeren Wintern Bestandseinbrüche aus kalten Wintern ausgleichen zu können.

...noch mehr: www.vogel-des-jahres.de


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