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Naturbeobachtungen

Sa, 30.05.2020

Kuckuck

Erfreut uns seit dem 1. Mai täglich rund um Lutterloh

Lutterloh

Ralf Struwe

Do, 28.05.2020

Kleines Wiesenvögelchen

Kleines Wiesenvögelchen und Blutbär am Sonnenberg i Müden gesichtet.

Müden/ Örtze

K.B.

Do, 28.05.2020 – 16:30 Uhr

Wachtelschlag

Aus einem Kornfeld bei Neu-Lutterloh haben wir mehrmals den Wachtelschlag gehört.

Neu-Lutterloh (Zwischen Hermannsburg und Unterlüß)

Karin und Gerhard Seider

Di, 26.05.2020 – 20:45 Uhr

Heckenbraunelle

In einem alten Kirschbaum singt eine Heckenbraunelle.

Hermannsburg, Garten im östlichen Siedlungsbereich

Jürgen Eggers

Di, 26.05.2020

Erstsichtung Wacholderdrossel

Bei einem schönen Vormittag im Französischen Garten haben wir eine Wacholderdrossel beobachten können.

Celle, Französischer Garten

André Behrens

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Tipp des Monats September 2012

Miniermotte lässt Kastanien alt aussehen

Durch Miniermotte befallene KastanienblätterSeit August kann man eine Braunfärbung der Blätter der bei uns verbreiteten Kastanie beobachten. Die bereits jetzt schon mit starkem Laubabwurf beginnenden Bäume sind von der Rosskastanien-Miniermotte (lat. Cameraria ohridella) befallen, die nur die weißblühende Art schädigt.

Durch Miniermotte befallene Kastanienblätter
Durch Miniermotte befallene Kastanienblätter
Foto:

Der goldbraune Falter ist etwa fünf Millimeter lang und besitzt eine Vorderflügellänge von ca. 3,5 Millimetern. Die Art besitzt lange schwarz-weiß geringelte Fühler sowie drei weiße Querbänder auf den Vorderflügeln. Auffällig ist das federartige Ende der Hinterflügel.

Die Weibchen legen etwa 20 weiße, abgeflachte Eier auf den Blattoberseiten der Rosskastanien ab. Nach etwa drei Wochen schlüpfen die Junglarven. Sie minieren - fressen sich einen Gang von ein bis zwei Millimeter Länge – strichförmig parallel zu einem Blattnerv, den sie dann seitlich weiterführen. Im zweiten und dritten Larvenstadium wird die Mine zu einem kreisförmigen Gebilde ausgebaut, das einen Durchmesser von bis zu acht Millimetern erreichen kann. Das Einspinnstadium beginnt nach dem fünften Larvenstadium, die anschließende Puppenruhe beträgt im Sommer 12 bis 16 Tage oder bei der überwinternden Generation sechs Monate im Blatt. Die Rosskastanien-Miniermotte bildet meistens drei aufeinanderfolgende Generationen pro Jahr, die im Mai, Juli und Mitte August bis Ende September fliegen.

Wer einen befallenen Baum in seinem Garten hat, sollte das Kastanienlaub nicht kompostieren, sondern mit dem Hausmüll entsorgen, so der NABU-Tipp zur Bekämpfung der Motte. Damit wird vermieden, dass aus den Puppen, die in der Laubstreu überwintern, im nächsten Frühjahr neue Motten schlüpfen. Eine chemische Bekämpfung der Miniermotte hält der NABU nicht für sinnvoll, da Menschen und andere Insektenarten dadurch geschädigt würden. Eine Alternative wären die im Handel bereits angebotenen Sexuallockstoffe, die aber noch nicht effektiv genug sind, da dadurch zu wenige Tiere angelockt werden. Der NABU empfiehlt, zusätzlich den Vogelbestand im Garten durch ausreichende Nistmöglichkeiten zu fördern, da sich Kohl- und Blaumeisen allmählich zu natürlichen Fressfeinden entwickeln.

Die Miniermotte wurde erstmals 1985 auf dem Balkan entdeckt und breitet sich seit Mitte der neunziger Jahre in Deutschland aus. Inzwischen hat sie auch den Norden erreicht. Die ursprüngliche Heimat ist vermutlich Asien oder Amerika. Die aktuelle Verbreitung erfolgt in der Regel als „blinder Passagier“ entlang der Autobahnen, wie Untersuchungen in Österreich gezeigt haben.

(Quelle: NABU; Wikipedia)


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