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Naturbeobachtungen

Mo, 15.02.2021 : Schneegriesel ∿ -2 °C

Rehe im Schnee

Im Hasselbusch streifen 3 Rehe durch den verschneiten Nadelwald. Nach heftigen und langandauernden Schneefällen und starken Winden in den letzen Tagen bedeckt eine knapp 20 cm dicke Schneedecke die Landschaft. Am Nachmittag geht der Schneefall in Regen über.

Hermannsburg

Jürgen Eggers

Sa, 30.01.2021 – 14:15 Uhr : wolkenlos ∿ 1 °C

Dompfaff

Einige Dompfaffe in einem Holunderbusch einer eingezäunten Aufforstung mit Mischwald. Seit gestern fielen 16 cm Neuschnee, soviel wie seit 10 Jahren nicht mehr.

Sonnenberg bei Müden (Örtze)

Jürgen Eggers

So, 17.01.2021 : bedeckt ∿ -1 °C

Silberreiher

Zwei Silberreiher an der Örtze. Winterliches Wetter mit leichtem Frost.

Bei Hassel

Jürgen Eggers

Mo, 11.01.2021 : bedeckt ∿ -2 °C

Silberreiher

Bei winterlich feuchter Witterung jagd ein Silberreiher an einem Wiesengraben.

Küchenmoor östlich Hermannsburg

Jürgen Eggers

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Tipp des Monats Juli 2012

Eine majestätische Erscheinung – die Königskerze

Mannshoch kann sie werden, hat leuchtend gelbe Blüten und ist häufig auf Industriebrachen, Bahndämmen und ruderalen Freiflächen zu finden: Die Königskerze. Sie liebt Wärme und Sonne und ist besonders für die Insektenwelt interessant. Auch freie, trockenere Standorte im Garten besiedelt das Braunwurzgewächs gerne. Hier lässt sich die Blütenpracht der Königskerze von Juni bis September besonders gut beobachten.

Großblütige Königskerze
Großblütige Königskerze
Foto:

Zunächst öffnen sich die Knospen am kräftigen Hauptstängel spiralförmig von unten nach oben. Je weiter der Sommer fortschreitet, desto mehr Seitentriebe werden gebildet. An ihnen öffnen sich ebenfalls der Reihe nach dicht sitzende gelbe Blüten von der Basis bis zur Spitze. Bis zu tausend Einzelblüten kann eine einzige Königskerze bilden.

Königskerzen kommen in unseren Breiten mit ursprünglich acht Arten vor. Hauptsächlich vertreten sind die Kleinblütige, die Schwarze oder die Großblütige Königskerze. Hinzu kommen eingebürgerte Arten sowie Bastarde. Sie wachsen gerne auf nährstoffreichen Böden. Die Stickstoffvorräte im Boden ermöglichen der Pflanze, ihre stattliche Größe zu erreichen. Dabei ist die zweijährige Staude in ihrem „Geburtsjahr“ eher unauffällig. Als Rosette mit großen, filzig-behaarten Blättern drängt sie sich dicht an den Boden. Erst im nächsten Frühjahr schießt ein beblätterter Schaft in die Höhe.

Gerade für Insektenfreunde lohnt sich die Beobachtung der Königskerze. An warmen Sommertagen sind unzählige Schwebfliegen, Bienen, Hummeln und Käfer auf Nahrungssuche. Dabei bieten die Königskerzen ihren Besuchern kaum Nektar als Tauschprodukt für die Bestäubung an. Auch ohne dieses Lockmittel hat die Königskerze für die Insektenwelt ihre eigene Stärke: Sie ist einer der ergiebigsten Pollenlieferanten. Daher ist sie auch besonders fruchtbar: Pro Pflanze werden ungefähr 700.000 Samen gebildet.

An der Königskerze lassen sich aber noch weitere Insekten entdecken. Mit etwas Glück sind mit der Lupe Larven der Gallmücke in den Blüten zu sehen. Ihre Wiege waren bereits die Knospen der Königskerze. Die Raupen von Eulenfaltern und des auf diese Pflanze spezialisierten Wollkrautmönchs machen sich ab Juli über die Blätter der Königskerze her. Larven von großen Laubheuschrecken bevölkern ebenso die Königskerze wie nur wenige Millimeter große Rüsselkäfer oder Weichwanzen.

Als Kinderstube, Nahrungsquelle, Versteck und Sitzwarte ist die Königskerze für die Insektenwelt von großer Bedeutung. Sie sollte daher in keinem naturnahen Garten als heimische Wildstaude fehlen.

Quelle: NABU


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