Header NABU Celle

Naturbeobachtungen

Sa, 30.10.2021 : bewölkt ∿ 14 °C

Kornweihe

Eine Kornweihe fliegt über die Feldmark.

Nordwestlich von Müden (Örtze)

Jürgen Eggers

Mo, 09.08.2021 – 17:20 Uhr : heiter ∿ 20 °C

Störche

Auf der gemähten Feuchtwiese am Wehrsteg suchen drei Störche nach Nahrung und bereichern so das Ortsbild.

Hermannsburg

Jürgen Eggers

Mi, 04.08.2021 – 17:45 Uhr

Mauersegler

Heute flog noch einmal ein Mauersegler über unser Haus. Ob es wohl ein Abschiedsgruß war?

Groß Hehlen

Rainer Brüsewitz

Sa, 10.07.2021 – 13:50 Uhr : heiter ∿ 23 °C

Störche

Nur wenige Meter neben der Landesstrasse stehen 4 Störche dicht beieinander auf einer Wiese.

Beckedorf

Jürgen Eggers

Do, 17.06.2021 – 06:30 Uhr : wolkenlos ∿ 16 °C

Pirol

Auf meiner morgendlichen Tour höre ich einen Pirol aus dem Auwald an der Örtze flöten.

Müden (Örtze)

Jürgen Eggers

Alle Beobachtungen anzeigen …

Beobachtung eintragen …

1 2 3 4 5 15 44 73 92 >

Tipp des Monats Dezember 2020

Auch im Winter zu beobachten: Der Rotmilan

Er ist der eleganteste der heimischen Greifvögel und er war im Jahr 2000 der NABU-Vogel des Jahres. Mit etwas Glück und dem richtigen Standort kann man den Rotmilan sogar am frostigen Winterhimmel beobachten. Traditionell verbringt der Rotmilan den Winter in Spanien, Portugal oder Südwestfrankreich, wo es auch während der Wintermonate ausreichend Nahrung gibt.

Rotmilan im Gleitflug
Rotmilan im Gleitflug

Er kommt meist im Februar oder März wieder zu uns zurück und beginnt dann bald mit seinen eindrucksvollen Balzflügen. Aber Traditionen gelten auch in der Vogelwelt nicht mehr als unumstößlich.

In den letzten Jahren ist die Tendenz zu beobachten, dass Rotmilane auch in heimischen Gefilden überwintern. Der Grund für diese Umstellung liegt zum einen in milderen Temperaturen im Winter (von Ausnahmen abgesehen) und in den neuen Nahrungsquellen, die sich der Rotmilan erschlossen hat. Der erweist sich nämlich als echter „Kulturfolger“ und hat Mülldeponien als ganzjährig nutzbares Jagdrevier entdeckt. Dort holt er sich Mäuse und Ratten, verschmäht aber auch Aas oder Küchenabfälle nicht.

Es ist also kein Ding der Unmöglichkeit, den Vogel mit dem hellen Kopf und dem charakteristischen tief gegabelten Schwanz auch jetzt in der Winterzeit, meist in der Nähe von größeren Mülldeponien, majestätisch durch die Lüfte segeln zu sehen. Bei diesem Anblick fällt es schwer, sich vorzustellen wie die stolze Gabelweihe, so einer der volkstümlichen Namen des Vogels, zwischen Plastiktüten und Einwegverpackungen nach Nahrung sucht. Und dennoch ist das Leben auf der Müllkippe meist „gesünder“ als der Zug in das Winterquartier.

Allen Gesetzen und internationalen Schutzbemühungen zum Trotz werden alljährlich Hunderte ziehender Milane von Jägern vom Himmel geholt. Ein absolut unerträglicher Zustand, der vor dem Hintergrund, dass der Rotmilan fast ausschließlich bei uns in Mitteleuropa vorkommt und wir deshalb eine ganz besondere Verantwortung für ihn haben, eine noch dramatischere Dimension bekommt.


NABU Kreisverband Celle • Schuhstraße 40NABU | NABU Niedersachsen | Naturbeobachtungen | Datenschutz | Impressum