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Aktuelle Naturbeobachtungen

Fr, 25.05.18 – 16:00 Uhr

Rotmilan im Luftkampf mit Elsternpaar

(Ein Elsternpaar hat sich einen alleinstehenden, hohen Baum zum Nisten gewählt, der für uns Bewohner alle gut sichtbar ist.) Der Rotmilan und die Elstern sind über die Dächer geflogen, die Vogeleltern haben sich mehrmals in den Weg des Milans geworfen, immer dann, wenn diese zu nah am Nest war. Dass Rotmilane auch zu unserer Wohnsiedlung kommen, war mir neu.

Westercelle, Wiese/Innenhof

N.N.

Sa, 28.04.18 – 18:45 Uhr

1ter Kuckuck

Erster Kuckuck (Cuculus canorus) am Ortseingang von Bockelskamp (Wienhausen) gehört

Bockelskamp (Wienhausen)

Dr. Otto Boecking

Sa, 21.04.18 – 22:30 Uhr

Maikäfer

Ein früher Maikäfer flog am Samstagabend ans Licht.

Wathlingen am Rathaus

Werner Könecke

Di, 27.03.18 – 16:00 Uhr

erste Heidelerche

Die erste Heidelerche haben wir an den Oberohe- Heideflächen gehört.

Oberohe (Faßberg)

Karin und Gerhard Seider

Do, 22.03.18 – 02:30 Uhr

Erlenzeisige

Am Wochenende 17./18.3.18 konnte ich auf meinen Grundstück mehrfach einen Schwarm Erlenzeisige beim Futter fassen beobachten. Der Schwarm umfasste knapp 20 Vögel.

Lachendorf, Luchsweg

Rosemarie Streich

Fr, 16.03.18 – 15:00 Uhr

Erlenzeisige ca.40 Vögel

Erlenzeisige 3 Meter von mir entfernt an einer Futterstelle Hustedter Weg ohne scheu männliche und weibliche Vögel bin 10 Minuten stehen geblieben dann sind Sie wieder weck geflogen.

29229 Gross Hehle

Eckhard Meisel

Mi, 07.03.18 – 10:45 Uhr

Kraniche und Kiebitze

4 Kiebitze an der Michelwiese und 5 Kraniche kreisend über mir...

Biotop an der Michelwiese in Nienhagen

Detlef Niemsch

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Tipp des Monats Mai 2018

Lebensraum Hecke

Unsere heutige Kulturlandschaft ist das Ergebnis einer jahrtausendelangen Tätigkeit des Menschen in seiner Umwelt.

Die gemeinschaftlich bewirtschafteten Äcker wurden seit dem Mittelalter gegen das frei weidende Vieh geschützt. Hier dienten die ersten Hecken dem Aussperren des Viehs.

Hecke
Hecke
Foto: naturgucker / Birgit Emig

In weiten Teilen Niedersachsen waren Hecken auch wichtig, um die Bodenerosion durch Sandstürme zu vermeiden. Hecken entstanden damit als Begleit-, Hilfs- oder Folgestrukturen der Landbewirtschaftung.

In Norddeutschland gibt es mit Wallhecken und Knicks zwei besondere Heckenformen. Wallhecken werden auf vom Menschen errichteten Wällen angelegt. Knicks entstehen im Laufe der Jahrzehnte dadurch, dass die Äste der Sträucher immer wieder umgeknickt und in die Hecke eingeflochten werden.

In Hecken verstecken sich viele kleine Lebensräume. Die von den Bauern alljährlich aus dem Acker gesammelten Steine bilden sogenannten Lesesteinhaufen, in denen Eidechsen und Kröten leben und in kleinen Senken sammelt sich Wasser, das als Tränke für viele Tiere dient.

Hecken lassen sich in die drei Teilbereiche Heckenkern, Heckenmantel und Heckensaum gliedern. Während im Kern der Hecke größere Sträucher und einzelne Bäume überwiegen, schließt der Heckenmantel mit kleineren Sträuchern die Hecke nach außen ab. Im Heckensaum finden sich schließlich eine Vielzahl von Blütenstauden und Gräsern. Alle drei Bestandteile sollten zusammen eine Breite von mindestens fünf Metern aufweisen. Nur wenn alle drei Heckenteile vorhanden sind, können Hecken ihre vielen positiven Wirkungen voll entfalten.

Sicherlich hat jeder schon einmal die Kühle an einer Hecke an heißen Sommertagen oder ihren Windschutz genossen. Wasserverdunstung und Windgeschwindigkeit werden im Einflussbereich von Hecken abgesenkt, Taubildung, Niederschlag und Bodenfeuchte steigen demgegenüber an. Für die Landwirtschaft sind dies günstige Faktoren, die von Hecken kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Bei trockenem Boden hat der Wind leichtes Spiel. Er trägt die fruchtbare Ackerkrume ab und bläst sie fort. Hecken bremsen den Wind ab und filtern den kostbaren Boden wieder aus. Dadurch sorgen sie dafür, dass der wertvolle Oberboden nicht verloren geht und auch nachfolgenden Generationen noch fruchtbarer Boden zur Verfügung steht.

In unserer ausgeräumten und intensiv genutzten Landschaft bilden Hecken wichtige Refugien, in denen viele Tiere und Pflanzen überleben können. Von den Hecken aus beginnen sie ihre - unterschiedlich weiten - Streifzüge in die angrenzenden Äcker und Wiesen. Sie finden dort besonders gute Lebensbedingungen, wo auf Spritzmittel und intensive Bewirtschaftung verzichtet wird, wie dies beim ökologischen Landbau der Fall ist. Im Schutz der Hecken können sie auch weite Wanderungen unternehmen und so für den nötigen Austausch zwischen einzelnen Lebensräumen sorgen.


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